Berichte aus den Ressorts zum Geschäftsjahr 2024

Ressortbericht Prädiales, Verwaltung und Finanzen zum Geschäftsjahr 2025
Ressortleiter Gemeindepräsident Patrick Marcolin

Das Jahr 2025 war für unsere Gemeinde ein bewegtes, intensives und in vielerlei Hinsicht erfreuliches Jahr. Neben den laufenden Geschäften stand insbesondere das 30 Jahr Jubiläum unserer Gemeinde im Mittelpunkt, das gemeinsam mit der Bevölkerung gefeiert werden durfte.

Das Jubiläum wurde in Form von vier Anlässen über das Jahr verteilt begangen. Jeder dieser Anlässe hatte seinen eigenen Charakter und leistete einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Besonders in Erinnerung bleibt der Brunch im Herbst, der bei bester Stimmung zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner in der Turnhalle zusammengeführt hat. Die ungezwungene Atmosphäre und die vielen persönlichen Begegnungen machten diesen Anlass zu einem Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Besonders in Erinnerung bleibt der gemeinsame Auftritt des Männerchors mit den jüngsten Kindern unserer Schule und die gemeinsam vorgetragene Interpretation des Bettwiesener Liedes.

Das Jahr 2025 war zudem geprägt von einer weiterhin wachsenden Gemeinde. Erneut ist die Einwohnerzahl angestiegen und so sind per Ende Dezember 2025 insgesamt 1’354 Personen in Bettwiesen angemeldet. Infolge der Bautätigkeit in unserer Gemeinde gehe ich von einer weiteren Zunahme der Einwohnerzahlen aus.

Im vergangenen Jahr fanden zwei ordentliche Gemeindeversammlungen statt. An der Rechnungsversammlung im Juni musste zum zweiten Mal in Folge ein Verlust präsentiert werden. Weiteres Traktandum war das Projekt Fusswegverbindung Winkelstrasse bis Bahnhofstrasse.

Die ordentliche Budgetversammlung wurde wie gewohnt Ende November abgehalten. Dabei wurde das Budget 2026 sowie der gleichbleibende Steuerfuss von 52% vom Souverän genehmigt. Insbesondere das Investitionsbudget mit Nettoinvestitionen von CHF 2’848’000 weist auf die grosse Bautätigkeit im laufenden Jahr hin.

Nach zwei aufeinanderfolgenden negativen Jahresabschlüssen konnte das Rechnungsjahr 2025 erfreulicherweise wieder mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Dieser Umstand ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass die eingeleiteten Massnahmen mit der Erhöhung des Steuerfusses um 5% sowie der sorgfältige Umgang mit den finanziellen Mitteln Wirkung entfalten. Der positive Abschluss stellt eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde dar.

Die Mitglieder des Gemeinderates sahen sich im vergangenen Jahr mit einer hohen Geschäftslast konfrontiert. Die Themen wurden nicht nur zahlreicher, sondern auch komplexer. Trotzdem wurden die Geschäfte stets sorgfältig, sachlich und im Interesse der Gemeinde behandelt. Für den grossen Einsatz, das Engagement und die Bereitschaft, zusätzliche Zeit und Verantwortung zu übernehmen, danke ich den Mitgliedern des Gemeinderates herzlich.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung. Ohne ihren täglichen Einsatz, ihre Fachkenntnisse und ihre Verlässlichkeit wäre ein reibungsloser Betrieb unserer Gemeinde nicht möglich. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die gefassten Beschlüsse umgesetzt und die Dienstleistungen für die Bevölkerung in hoher Qualität erbracht werden. Auch danke ich den Mitgliedern der verschiedenen Kommissionen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität und zum lebendigen Gemeindeleben leisten.

Zum Schluss bedanke ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen, das Interesse und die konstruktive Mitwirkung am Gemeindeleben. Dieses Vertrauen ist Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Der Blick in die Zukunft zeigt, dass unsere Gemeinde weiterhin vor spannenden Herausforderungen und Chancen steht. Mit einem engagierten Gemeinderat, motivierten Mitarbeitenden und einer aktiven Bevölkerung sind wir gut gerüstet, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.

Ressortbericht Werke und Verkehr zum Geschäftsjahr 2025
Ressortleiter Mario Fust

Das Jahr 2025 forderte die Werk- und Gemeindemitarbeiter wiederum in ihrer Tätigkeit. Es ist nicht einfach, hier immer das Richtige zur richtigen Zeit zu tun, in einem Umfeld der Öffentlichkeit und vielen, immer mehr werdenden Gesetzen und Regeln. Diese in der heutigen schnelllebigen Zeit korrekt und mit vertretbarem Aufwand zu befolgen und umzusetzen, ist nicht einfach; es ist eine Gratwanderung. Ich danke unserem Werksleiter Walter Kühne und all jenen, die die Werke unterstützen. Sei es Gemeindeintern, z.B. bei der Rechnungsstellung oder extern, z.B. durch schnelle Hilfe bei einem Wasserrohrbruch

Verkehr

Beim Bahnhof Parkplatz wurde zusammen mit der Eigentümerin eine Lösung gegen das wilde und dauerhafte Parkieren, welches meistens nicht im Zusammenhang mit der Bahn stattfand, gefunden.

Die Aneterstrasse wurde im Gebiet Weiler Anet mit Teer und Kiesel überzogen, um die Lebensdauer zu verlängern. Entlang der Eichstrasse wurden neue Randsteine gesetzt und der obere Teil mit Teer und Kiesel überzogen.  Der Weg quer zur Verzinkerei wurde neu gekiest und planiert.

Unterhalt Flurstrassen

Die hauptsächlichen Unterhaltsarbeiten wurden dieses Jahr im Gebiet südlich der Bahnlinie ausgeführt.

Der Zustand der geteerten Flurstrassen-Einlenker in die Gemeindestrassen wurde aufgenommen und bewertet.

Ebenso wurden, wie jedes Jahr, Äste zurückgeschnitten, Schachtabläufe gesäubert und die Strassen vom Laub befreit, damit es keine Vermoderung gibt.

Werkbetriebe

Projekte

Es wurden u.a. folgende Projektierungen / Projekte in Angriff genommen:

  • Neubau Trafostation und Sanierung der bestehenden Werkleitungen (Energie und Wasser) im Grund, Bettwiesen, Überbauung FMT
  • Sanierung Werkleitungen (Energie und Wasser) im Zusammenhang mit der Projektierung Radweg Bettwiesen – Bronschhofen
  • Sanierung Werkleitungen (Energie und Wasser) im Zusammenhang mit der Sanierung der Kanalisation in der Bahnhofstrasse, Bettwiesen (ca. 100m).
  • Einführung der neuen Verrechnungssoftware für die Werkbetriebe, Datentransfer und generelle Überprüfung der Daten.

Cybersicherheitsmassnahmen

Der Gesetzgeber verlangt von Energieversorgungsunternehmen die Einhaltung eines Mindeststandards im Bereich der Cybersicherheitsmassnahmen. Die entsprechenden Unterlagen wurden beim zuständigen Bundesamt eingereicht.

Wasserversorgung

Der GWP (Generelle Wasserversorgungsplanung) wurde vom Departement für Bau und Umwelt genehmigt. Die Ausfertigung des Qualitätssicherungshandbuchs Wasserversorgung wurde initiiert.

Die Löschwasserversorgung wurde entsprechend den Erkenntnissen aus dem GWP verbessert. Die mögliche Löschwasser Flussmenge zum Anet wurde erhöht. Die Auslösung der Löschwasserklappen im Reservoir Luegen wird neu über eine Fernsteuerung vom Stützpunkt Münchwilen aus bedient (vormals altes Feuerwehrdepot).

Der Entwurf des neuen Wasserversorgungsreglements wurde in der ersten Fassung ausgearbeitet und reviewed.

Stromversorgung

Die Konzeptstudie zur Mehrjahresplanung EW Netz wurde erstellt. Sie dokumentiert das Stromnetz (Mittel- und Niederspannung), die Trafostationen, die Verteilkabinen und beurteilt deren technischen Zustand. Auf dieser Basis kann geplant werden, wann welches Equipment die Lebensdauer erreichen wird und ersetzt werden muss.

Der Entwurf des neuen Energieversorgungsreglements wurde in der ersten Fassung ausgearbeitet und reviewed.

Stromverbrauch

Grafik „Verkauf Energie an Endkunden“

Die verkaufte Energie hat von 4.4 GWh im Jahr 2021 kontinuierlich abgenommen auf 3.9 GWh im Jahr 2025.

Grafik „Einkauf Energie an Endkunden“

  • Die verkaufte Energie wurde einerseits aus Solarstrom der Gemeinde, andererseits vom Markt (via EKT Energie AG) eingekauft.
  • Der produzierte Solarstrom der Gemeinde (in Grafik rechts) hat sich von 2021 auf 2025 verdreifacht von 0.3 GWh auf 0.9 GWh

Die vom Markt eingekaufte Energie hat sich infolge des reduzierten Absatzes und der steigenden Solarproduktion stark verringert. Von 4.3 GWh im Jahr 2021 auf 3.2 GWh im Jahr 2025.

Energielieferverträge

Es wurde mit der EKT Energie AG der Strom-Beschaffungsvertrag für das Jahr 2028 abgeschlossen. Die Beschaffungen basieren auf Tranchen Einkäufen bei der Deutschen Strommarktbörse.

Ein immer grösserer Teil der Kosten beläuft sich auf die Prämien für die Ausgleichsenergie. Dies sind die Kosten für die Differenz zu jener Energiemenge, die 24 h vorher im 15 min Raster vorausgesagt/-bestellt werden muss. Diese Problematik verschärft sich je grösser der Anteil an PV Strom ist (Wetterabhängigkeit).

Ressortbericht Soziale Wohlfahrt zum Geschäftsjahr 2025
Ressortleiterin Sara Deschenaux

Sozialamt

Auch dieses Jahr ist die Weltlage noch angespannter als das Jahr zuvor. Der Ukrainekrieg jährte sich zum 4. Mal, im Gazastreifen herrscht immer noch Krieg und neu gibt es Krieg im Iran, dessen Auswirkungen wir im Moment noch nicht recht einschätzen können. Es gibt weiterhin Asylbewerber und Status-S-Anfragen, welche durch die Sozialen Dienste bearbeitet werden müssen. Auch hier besteht die Herausforderung, für alle einen geeigneten Platz zu finden.

Die Gemeinde Bettwiesen hat derzeit drei asylsuchende Personen. Das Aufnahmesoll für unsere Gemeinde beträgt per 31. Januar 2026 jedoch insgesamt acht Personen. Bei den Schutzsuchenden aus der Ukraine befinden sich derzeit sechs Personen in der Zuständigkeit der Gemeinde. Das aktuelle Aufnahmesoll liegt hier bei total zehn Personen. In beiden Bereichen ist die Gemeinde verpflichtet, mehr Personen aufzunehmen. Dank dem Verbund Soziale Dienste Lauchetal-Thurtal gelingt es uns die fehlenden Plätze mit den anderen Gemeinden auszugleichen. Die Sozialen Dienste Lauchetal-Thurtal sind stetig dran, diese schwierige Aufgabe gut zu lösen.

In den Bereich Sozialamt fallen auch andere Tätigkeiten, wie die Sozialhilfe, Case Management usw. an. Die Sozialen Dienste Lauchetal-Thurtal kümmern sich um die Personen, welche Sozialhilfe benötigen, Alimenteninkasso/-bevorschussung oder auch um Prämienrückstände, welche nicht bezahlt wurden. Die Sozialen Dienste sind stetig dran, alle diese Bereiche professionell und klientenorientiert, aber auch wirtschaftlich zu verwalten. In der Sozialhilfe sind regelmässig leichte Schwankungen zu verzeichnen. Diese ergeben sich insbesondere durch Zu- und Wegzüge innerhalb der Gemeinde sowie durch Fälle, die erfolgreich aus der Sozialhilfe abgelöst werden konnten oder neu hinzukommen werden. Die Fallzahlen verändern sich daher im Jahresverlauf immer wieder.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Sozialen Diensten Lauchetal-Thurtal für ihre gute Arbeit.

Per Ende 2025 gab die Gemeinde Tobel-Tägerschen den Austritt aus dem Verbund der Sozialen Dienste Lauchetal-Thurtal. Sie bleiben bis Ende 2026 im Verbund und werden dann eigenständig das Sozialamt weiterführen. Für die übrigen Gemeinden wird sich nichts ändern, ausser dass der neue Standort sich per Juni 2026 oberhalb der Gemeinde Bettwiesen befinden wird.

Gesellschaft

Im Jahr 2025 feierte die Gemeinde Bettwiesen ihr 30. Jubiläum. Die Bevölkerung wurde zu vier unterhaltsamen Anlässen eingeladen. Einerseits fand anfangs Jahr ein leckeres Waldfondue in der Tannenweid statt. An Auffahrt durfte die Bevölkerung beim Maibummel der Männerriege und des Frauenturnvereins Bettwiesen mitwandern und anschliessend ein leckeres Essen geniessen. Im Sommer, im Rahmen des Turnerempfangs, fand ein Fest für die Einwohner statt, welches mit Getränken, Essen, Musik und Spielen umrundet wurde. Im Herbst fand dann noch ein reichhaltiger und leckerer Brunch statt, welcher mit dem Gesang vom Männerchor Bettwiesen, einem Panflötenspiel, verschiedenen Reden und dem wundervollen Beitrag der Schülerinnen und Schüler der Primarschule Bettwiesen bereichert wurde. Herzlichen Dank an alle Beteiligten und Helfern.

Monatlich findet der Seniorenmittagstisch im UG der Turnhalle statt, welcher rege besucht wird. Nur dank der guten Arbeit der Köchin Jenny Sturzenegger und unseren fleissigen Helferinnen Ulrike Klossok, Maya Gianotti und Silvia Hässig ist dies möglich. Die Gemeinde Bettwiesen bedankt sich herzlich bei der Schule, Elisabeth Fust, Jenny Sturzenegger und unseren liebevollen Helferinnen.

Im Mai fand eine Infoveranstaltung zum Thema Telefonbetrüger statt. Herr Meili von der Kantonspolizei Thurgau informierte alle Anwesenden über dieses Thema.

In der Adventszeit fand der Seniorinnen- und Seniorennachmittag statt. Die Landfrauen Bettwiesen verpflegten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie jedes Jahr mit Köstlichkeiten. Die musikalische Darbietung der Schülerinnen und Schüler der Primarschule war wieder einmal herzerwärmend. Herzlichen Dank allen Mitwirkenden.

Nur dank dem Beitrag von verschiedenen Personen und Vereinen ist es möglich, in unserer Gemeinde solche, aber auch viele andere Anlässe und Veranstaltungen durchzuführen. Dank Ihnen ist es möglich, so eine lebendige und tolle Gemeinde zu haben. Herzlichen Dank!

Ich hoffe, wir werden in diesem Jahr weiterhin so grossartige und interessante Anlässe und Veranstaltungen erleben und Sie an dem einen oder anderen antreffen.

Ressortbericht Bau zum Geschäftsjahr 2025
Ressortleiter Dominik Manser

Bauwesen

Im Jahr 2025 wurden bei der Bauverwaltung insgesamt 36 Baugesuche eingereicht. Gegenüber 55 Gesuchen im Jahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von rund 35%. Gleichzeitig hat sich die Zusammensetzung der Gesuche spürbar verändert. Während 2024 zahlreiche kleinere Einzelprojekte dominierten, zeigt sich 2025 eine stärkere Konzentration auf grössere und substanziellere Vorhaben.

Die deutlichste Verschiebung zeigt sich im Bereich Neubau von Wohngebäuden: 2024 wurden 4 Projekte bewilligt (7%), 2025 waren es 7 Gesuche (19%). Dazu zählen Einfamilienhäuser, Ersatzneubauten und Mehrfamilienhäuser. Dies deutet auf eine zunehmende Dynamik in der Wohnbautätigkeit hin.

Die dominierende Kategorie blieb auch 2025 der Bereich der Photovoltaik- und Solaranlagen mit 11 Gesuchen (31%) gegenüber 26 Gesuchen (47%) im Vorjahr.

Im Bereich der Umnutzung und Sanierung blieb die Anzahl der Gesuche mit jeweils 6 Projekten konstant, der Anteil stieg jedoch aufgrund des geringeren Gesamtvolumens von 11% auf 17%.

Bei Heizung und Wärmepumpen zeigt sich ein leichter Rückgang von 6 auf 4 Gesuche, während der Anteil mit 11% unverändert blieb. Der Ersatz fossiler Heizsysteme durch Wärmepumpen und Erdsonden bleibt ein konstantes Thema.

Die Gesuche für Aussenanlagen und Parkierung gingen von 8 auf 4 zurück (von 15% auf 11%). Auch die Kategorie Sonstiges verzeichnete einen leichten Rückgang von 5 auf 4 Gesuche und umfasst überwiegend infrastrukturelle Massnahmen ohne direkten Wohnbaubezug.

Insgesamt zeigt sich trotz rückläufiger Gesuchszahlen eine Verschiebung hin zu grösseren Wohnbauprojekten. Gleichzeitig bleiben Themen der Energiewende, insbesondere Photovoltaik, Wärmepumpen und energetische Sanierungen, zentral für die Bautätigkeit in der Gemeinde Bettwiesen.

Ressortbericht Öffentliche Sicherheit und Umwelt zum Geschäftsjahr 2025
Ressortleiter Andreas Eggenberger

Rückblick und Ausblick: Gemeinsam für unsere Gemeinde

Das vergangene Jahr war von anspruchsvollen Herausforderungen geprägt, die weitreichende Entscheidungen und vollen Einsatz erforderten. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgaben beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer tragender Säulen: einer leistungsstarken Verwaltung, einem engagierten Gemeinderat und dem Rückhalt durch unsere Bevölkerung.

Zielorientierte Arbeit setzt ein Umfeld voraus, in dem Fachkompetenz und Menschlichkeit Hand in Hand gehen. Wo Menschen wirken, lassen sich Fehler trotz grösster Sorgfalt und moderner Prozesse nie vollständig ausschliessen. Eine konstruktive Feedbackkultur im Rahmen unserer demokratischen Strukturen ist daher essenziell, um Abläufe stetig zu optimieren und gemeinsam Lösungen zu finden.

Mein besonderer Dank gilt dem Team der Verwaltung. Eine effiziente Verwaltung ist das Rückgrat unserer Gemeinde; sie sichert die Qualität unserer Dienstleistungen und gewährleistet speditive Abläufe im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Ebenso danke ich meinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. Die Ausübung eines politischen Amtes neben Beruf, Familie und persönlichen Verpflichtungen erfordert grosses Engagement und Disziplin. Dieser Einsatz für das Gemeinwohl ist keine Selbstverständlichkeit.

Abschliessend danke ich Ihnen, geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ihr Vertrauen und Ihre konstruktiven Rückmeldungen geben uns die nötige Basis, um die Zukunft unserer Gemeinde aktiv und nachhaltig zu gestalten.

Öffentliche Sicherheit

Feuerwehr:

Der Sicherheitsverbund Hinterthurgau (SVHTG) ist erfolgreich gestartet. Rund 170 engagierte Frauen und Männer gewährleisten täglich Schutz, Sicherheit und schnelle Hilfe. Als gemeinsame Feuerwehr der Gemeinden Münchwilen, Sirnach, Wängi und Bettwiesen stehen wir für Professionalität, Kameradschaft und eine effizient organisierte Einsatzstruktur.

Die neue Organisationsform erfordert auch eine Anpassung der vertraglichen Grundlagen. Für unsere Gemeinde bedeutet dies die Aufhebung der bisherigen Leistungsvereinbarung mit Münchwilen sowie den Abschluss einer neuen Vereinbarung mit dem SVHTG. In diesem Zusammenhang wird auch das Feuerschutzreglement entsprechend überarbeitet.

Schutzanlage:

Die Schutzanlage an der Schulstrasse wurde seitens des Bundes aufgehoben. Der Gemeinderat prüft derzeit eine Umnutzung zu öffentlichen Schutzräumen. Dadurch kann künftig eine vollständige Zuweisung der Schutzplätze sichergestellt werden.

Krisenkompass:

Die Einführung des Krisenkompasses wurde in den vergangenen zwei Jahren zurückgestellt. Inzwischen konnte das Tool erfolgreich implementiert werden. Der Fokus liegt nun auf der laufenden Datenpflege. Der Krisenkompass stellt einen wichtigen Bestandteil zur Sicherstellung strukturierter Abläufe innerhalb der Verwaltung und der Behörden dar.

Umwelt

Erschliessung Anet:

Die Baubewilligung für eine Pumpendruckleitung im Bereich der Kanalisation wurde durch die politische Gemeinde Münchwilen erteilt. Damit kann die Ausführungsplanung gestartet werden. Der Projektabschluss ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

Gewässerraum:

Mit Schreiben vom 30. September 2025 wurden die Gewässerraumlinienpläne für den Aneterbach (Abschnitte 04 und 06), den Fischbach (Abschnitt 02) sowie das Gewässer u1469 zur Vorprüfung eingereicht. Seitens des Kantons wurde festgehalten, dass nach Überarbeitung der Gewässerraumlinienpläne, der technischen Dokumentation sowie des Planungsberichts gemäss den gemachten Vorgaben eine Genehmigung beim zuständigen Departement beantragt werden kann.

Hochwasserschutz:

Mit dem Spatenstich vom Dienstag, 24. März 2025, erfolgte der offizielle Start der zweiten Etappe der Revitalisierung des Aneterbachs. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Jahr und umfassen umfangreiche ökologische Aufwertungen sowie Massnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.

Für die Durchführung der Arbeiten sind temporäre Verkehrseinschränkungen erforderlich. Zwischen dem 20. und 24. April wird die Kantonsstrasse vollständig gesperrt und grossräumig umgeleitet. Ausserhalb dieser Zeit wird der Verkehr einspurig mittels Lichtsignalanlage geführt.

Sanierung Kugelfang Bettwiesen:

Im Oktober 2025 haben die Sanierungsarbeiten am Kugelfang begonnen. Im Projektverlauf kam es zu unerwarteten Herausforderungen. Im Rahmen der laufenden Bodenproben wurde eine zusätzliche Belastung festgestellt, was eine kurzfristige Anpassung des weiteren Vorgehens erforderte. Ziel blieb jedoch der erfolgreiche Abschluss des Projekts, weshalb auch technische Anpassungen am Kugelfang vorgenommen wurden.

Bei der ersten Abnahme durch den Schiessoffizier wurde festgestellt, dass der Kugelfang zu tief ausgeführt war. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die exakte Höhe nicht Bestandteil des ursprünglichen Arbeitsumfangs war. Durch eine konstruktive Lösungsfindung vor Ort konnte jedoch eine geeignete Lösung erarbeitet werden. Inzwischen wurde die Anlage abgenommen und der Schiessbetrieb erfolgreich aufgenommen.

Die Schlossschützen Bettwiesen-Tobel sind aus der Fusion der Vereine SG Bettwiesen, MSV Bronschhofen und SG Tobel hervorgegangen. Es handelt sich dabei um eine der grössten kantonsübergreifenden Vereinsfusionen im Hinterthurgau.

Dem neu gegründeten Verein «Schlossschützen Bettwiesen-Tobel» wünschen wir weiterhin viel Erfolg und „gut Schuss“.

Altlasten:

Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 24. November 2025 informierten zwei Vertreter der Galvaswiss, Heinz Dütschler und Martin Matter, über verschiedene Standorte im Zusammenhang mit Altlasten und standen für Fragen zur Verfügung.